Im Rahmen der Ausstellung der Gruppe Nebelhorn an der Fachhochschule für Heilpädagogik Bochum kam es zu zahlreichen tiefgehenden Gesprächen und Diskussionen. Die präsentierten Werke regten die Studierenden dazu an sich kritisch mit Kunst, Haltung und gesellschaftlichen Zuschreibungen auseinanderzusetzen.


Besonders das Werk „Marion Malarion wird schwanger“ des Künstlers Dieter Hemmert rückte dabei in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Werk führte zu intensiven Diskussionen, da die Skulptur seitens der Leiterin der zuständigen Fachabteilung der Institution, als anstößig und sexistisch empfunden wurde. Die Gruppe Nebelhorn beschloss dennoch bewusst, das Werk auszustellen, um einen offenen Diskurs zu ermöglichen. In den Gesprächen zwischen dem Künstler und den Studierenden fanden neben inhaltlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen auch seine persönliche Perspektive und innere Befindlichkeit Raum. Gerade dadurch entstand ein differenzierter, kritischer und progressiver Austausch über Wahrnehmung, Provokation, Zuschreibungen und künstlerische Freiheit.


